Ev.-Luth. Christuskirche Bad Pyrmont
Die Christuskirche - Einblicke in das Gotteshaus im Herzen von Bad Pyrmont

Die Christuskirche. Nach den Plänen des bekannten Waldecker Architekten August Orth (1828–1901) wird die Stadtkirche Bad Pyrmont von 1872 bis 1877 im neugotischen Stil erbaut. August Orth wurde 1879 die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Im Inneren der Christuskirche, so der Name unseres Ev.-luth. Gotteshauses seit 1949, beeindrucken die hervorragend gearbeitete hölzerne Kanzel sowie die Brüstung der Empore.
Der Grundriss der Kirche sieht ein stark verbreitertes Mittelschiff mit zwei schmalen Seitenschiffen mit Emporen vor. Das Langhaus ist vierjochig ausgeführt. Beim Bau der Pyrmonter Kirche wandte Orth auch seine Erkenntnisse zur Verbesserung der Akustik an, die Deckenfläche wurde mit einem schallmindernden Putz versehen.
Die äußere Form der Kirche, die durch den filigranen Turm ein verfeinerndes Gegengewicht enthält, ist erhalten geblieben und auch durch Kriegseinwirkungen nicht verändert worden. Der Innenraum wurde 1953 durch Umbauten deutlich verändert. So wurde die dreiseitige Empore am Altar verkürzt und der Schmuck (Malerei und Stuck) vereinfacht. Durch die Verkürzung der Empore wurde der vordere Raumbereich sichtbar heller. Zudem verlegte man die Kanzel von einer vorgestellten Säule an den Rand des Chorraums.
Der Innenraum ist heute würdig und mit nur begrenzt verteiltem Sakralschmuck ausgestattet. Durch die breiten Seitenfenster wird eine hohe Lichtintensität nach innen getragen. Die drei Chorfenster sind eine Entwurf von Karl Hellwig, ausgeführt von der Glaserwerkstatt Heberle. Sie geben dem Chor heue eine moderne Farbe und dennoch spirituelle Gestalt.

 

August Orth, Architekt der Bad Pyrmonter Stadtkirche
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